ÜBUNG 4. SEPTEMBER 2019

Übungsszenario: Verkehrsunfall - Abgestürztes Fahrzug mit 5 Insassen

 

Die Feuerwehr Tulfes rückte mit Tank und LFB zum Unfallort aus, das RLF Aldrans wurde zusätzlich mit der Bergeschere mitalamiert. Am Einsatzort wurde vom Tank erst einmal die Lichtversorgung und ein Brandschutz zur Vorsorge aufgebaut, die Mannschaft des LFB übernahm die Absicherung des Fahrzeuges. Die 2 Personen im vorderen Teil des Fahrzeugs waren bewusstlos, aber den 3 Kindern im hinteren Teil ging es gut. Somit wurden die Kinder über das Fenster der hinteren Fahrzeugtür erstmal gerettet. Die bewusstlosen Erwachsen Personen wurden mit Hilfe der Bergeschere aus dem Fahrzeug geholt. Die Mannschaft des RLF Aldrans übernahm diese Aufgabe und schnitt mit der Bergeschere das Dach auf und die Personen konnten viel leichter gerettet werden. Eine gelungene Übung!


Abschnittsübung 2019: Brand Bergstation Glungezerbahn


Übung gufl-Lambichlerhütte am 3.10.2018

 

Übungsszenario: Personenbergung vom Balkon mit stark verrauchtem Gebäude



Großübung auf der Pfutschtalbrücke

5. September 2012 (Fotos: Herbert Feichtner)

Am 5. September 2012 stand wieder einmal eine größere Übung auf dem Plan. In Zusammenarbeit mit der Rettung Hall wurde ein Schreckensszenario auf der Pfutschtalbrücke (Landesstraße zwischen Tulfes und Rinn) erstellt: Ein Traktor, auf dessen Anhänger 6 Gäste einer Polterpartie auf dem Weg waren, stieß mit einem Pkw zusammen. Drei Opfer waren leicht verletzt, zwei jedoch schwer, weil sie über 13 m in den Graben der Brücke stürzten. Ein Opfer (die berühmte Puppe) war als Toter zu bergen. Aus dem Wrack war weiters eine schwerverletzte Person zu bergen. Der Traktorfahrer flüchtete und beobachtete verborgen im Gebüsch das Szenario.

Die Besonderheit bei dieser Übung: Erstmals nahm eine Jugendrotkreuzgruppe aus Hall daran teil. Die jungen Mädchen waren die einzigen, die über diese Übung nicht informiert waren (deren Betreuer gaukelten ihnen einen Ausflug vor). Beim Eintreffen am Unfallort um 20.00 Uhr wurden sie dann verständlicher Weise etwas nervös, lösten aber nach einigen Schrecksekunden ihre Aufgaben bravourös (Absichern der Unfallstelle, Absetzen des Notrufes und Versorgung der drei Leichtverletzten). Nach der Alarmierung über die ILL rückten die Einsatzkräfte nacheinander aus (FF Tulfes, Rettung Hall mit fünf Fahrzeugen, Bergrettung Hall, LfB Rinn und LfB-A Aldrans sowie die Drehleiter Hall).

Pünktlich zu Übungsbeginn begann es stark zu regnen, nach einigen kurzen Pausen schüttete es während der gesamten Übung wie aus Kübeln. Trotz dieser wesentlich erschwerten Bedingungen wurde die Übung bis zum Schluss durchgezogen.

Einsatzleiter Hansjörg Reichler erkundete die Lage und teilte dementsprechend die Rettungskräfte ein. Tank Tulfes übernahm den Brandschutz und das Ausleuchten der Unfallstelle, die Mannschaft des LfB rückte zu den Opfern unter der Brücke aus. Die Kameraden aus Aldrans befreiten mittels Bergeschere das Unfallopfer aus dem Auto. Die Kollegen der FF Rinn rückten ebenfalls in den Brückengraben vor. Die Wehren versorgten die beiden Unfallopfer in 13 m Tiefe zusammen mit den Rettungskräften, die Bergrettung barg die Puppe und assistierte dann ebenfalls im Brückengraben. Nach der Versorgung der Verletzten wurden diese mit der Drehleiter aus Hall aus 13 m Tiefe geborgen. Aufgrund eines Missverständnisses (die Einsatzkräfte hielten die geborgene Puppe für den Traktorfahrer) und nach Aufklärung darüber machte sich ein Trupp auf die Suche nach dem Traktorfahrer. Nachdem dieser um 21.15 Uhr gefunden wurde, war damit die Übung nach ca. 70 Minuten auch beendet.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung lobte Bezirksinspektor Michael Neuner das durchwegs professionelle Vorgehen aller Einsatzkräfte. Er bemerkte, dass die ihm aufgefallenen Fehler eher geringe waren – und dazu probe man ja schließlich. Lediglich das Einrichten einer Einsatzleitstelle als Kontaktpunkt für sämtliche Einsatzleiter der beteiligten Organisationen sowie eine Lageführung regte er an. Dem schloss sich auch Abschnittskommandant Werner Strobl aus Aldrans an. Bei der anschließenden Jause wurde diese Übung dann noch ausführlich diskutiert.

Danke

Ohne das tolle Engagement vieler Beteiligten wäre eine solche Übung kaum durchführbar. Daher möchten wir uns an folgender Stelle herzlich bedanken bei

ILL – Leitstelle Tirol für die Durchführung der Alarmierung Rettung Hall und dem Jugendrotkreuzteam der Rettung Hall und deren Betreuern und Betreuerinnen, Danke auch Romed, Hermann und Stefan fürs Schminken und die Hilfe bei der Vorbereitung. Den Feuerwehren Rinn, Aldrans und Hall. Den „Opfern“, die an diesem Tag wegen des starken Regens wirklich zu Opfern wurden und am meisten durchnässt waren:

Sabine Reisenbauer, Jacqueline Kohler, Didi Kunze, Josef Arnold, Paul Auer, Hannes Angerer, Thomas Kohler, Der Bergrettung Hall, Reinhard Angerer für den Transport des Wracks, Herbert Feichtner fürs Fotografieren, Der Gemeinde Tulfes für die Zurverfügungstellung des Vereinshauses … und unseren Kameraden von der Feuerwehr Tulfes

Ein Danke auch den beiden Damen „vom Buffet“ Gisela Arnold und Susanne Kohler.

 

Trotz des extremen Starkregens arbeiteten alle intensiv daran, das Übungsziel zu erreichen, welches auch bei normalem Wetter anstrengend genug gewesen wäre.

Gedicht zur Übung

Das Opfer aller Opfer war diesmal Hannes Angerer. Er spielte den Traktorfahrer, der in den Wald geflüchtet ist und sich hinter Bäumen und Gebüsch zu verstecken hatte, bis er gefunden wurde. Wie im Übungsbericht erwähnt, meinten die Einsatzkräfte vorerst, die „tote Puppe“ sei der Traktorfahrer, So dachte lange Zeit niemand daran, den armen Hannes zu suchen, der im Wald saß, vom strömenden Regen nur bedingt geschützt. Lediglich mit einer Fleecejacke bekleidet, wurde er natürlich immer nasser und nasser und beobachtete die gesamte Übung aus seinem Unterschlupf. Er wurde aber auch immer verzweifelter und wütender, griff zu seinem Handy und vertrieb sich die Zeit damit, folgendens Gedicht via Smartphone an den Übungsleiter zu mailen. Die literarischen Ergüsse unseres armen Opfers wollen wir natürlich niemandem vorenthalten.

 

Hansi allein im Wald

Weil da Helli der dort drüben,

was muss mit da Feuerwehr üben!

Sitz i nun im Wald

und es is nass und kalt!

Muss mi verstecken hinterm Bam,

i kanns immer no nit glam,

dass mi koaner findet daweil,

obwohl da Kössler Armin isch dabei,

Alle sains do, die Tulfer wie die Rinner,

und da Helli freit sie no immer,

dass er der war, warum heut seins do,

nur in Hansi, den macht des nit froh!!


Schau schau, da Auer Pauli,

isch ja a richtiger Fauli,

lasst sich mit dem Kran kutschieren,

dem kannt i echt oane schmieren!

Und da Didi, frisch geschieden,

hat sich a für an Transport entschieden!

So, jetzt hams mi endlich gfunden,

und i erschlag den Helli do unten!!



Tunnelübung Südumfahrung

16. Juni 2012 (Fotos: Wolfgang Schnabel)


Tunnelübung Unterinntaltrasse

21. April 2012


Abschnittsübung Grafenhof

14. April 2012


Liftbergeübung

November 2010


Bergeübung Volksschule Tulfes

Juni 2009


Bergeübung

Mai 2009

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