2006

25.6.  Großbrand auf der Neuen Gufl

(heko) Am Sonntag, den 25. Juni, riss um 4.37 Uhr Sirenengehäul nicht nur die Feuerwehrmänner aus ihrem Schlaf. Nach Erhalt der Meldung „Brand auf der Neuen Gufl“ rückten die Einheiten zum Einsatzort aus. Während der Anfahrt wurde über Funk mitgeteilt, dass sich das Gebäude bereits im Vollbrand befände, woraufhin sofort die Feuerwehr Rinn zur Unterstützung alarmiert wurde.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune in Vollbrand, und die Flammen griffen über den Dachstuhl bereits auf das Wohngebäude über.

Da sämtliche Bewohner schon in Sicherheit waren, konnte sich die Feuerwehr Tulfes nach Bergung der Gasflaschen sofort auf die Löscharbeiten konzentrieren, nachdem inzwischen Unterstützung auch durch die Feuerwehren Hall und Volders angefordert wurde. Die zwei im Stall befindlichen Schweine konnten aufgrund des Brandausmaßes leider nicht mehr gerettet werden. Inzwischen traf auch ein Mitarbeiter der TIWAG ein, um den Strom im Einsatzbereich abzuschalten.

Die Atemschutztrupps rückten mittels Leitern in den zweiten Stock vor, um von dort aus das Feuer zurückzudrängen, während die restlichen Mannschaften mit vier Strahlrohren ein weiteres Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern suchten. Inzwischen legten Einheiten der FF Tulfes und Rinn eine Versorgungsleitung vom Druckstollen unterhalb von Windegg zum über einen Kilometer entfernt gelegenen Einsatzort hinauf.

Die nachalarmierten Feuerwehren wurden ebenfalls zur Brandbekämpfung – hauptsächlich mittels Atemschutzträgern – eingesetzt. Nachdem das Feuer in den Wohnräumen unter Kontrolle gebracht werden konnte, konzentrierten sich die Einsatzkräfte vollständig auf das Löschen des Scheunenbrandes. Im Wohntrakt wurden inzwischen mittels Wärmebildkamera kleinere lokale Brandherde im Zwischendeckenbereich ausgemacht und gelöscht.

Um ca. 7.30 Uhr konnte Brandaus gegeben werden, und die Nachbarfeuerwehren rückten wieder in ihre Gerätehäuser ein. Die Feuerwehr Tulfes konzentrierte sich auf die ersten Aufräumarbeiten im unteren Teil des Wohngebäudes (die Schlafzimmer im zweiten Stock wurden fast vollständig ein Raub der Flammen) sowie auf die Brandwache. Um 12.30 Uhr rückte schließlich auch die FF Tulfes ab, wobei vier Mann zur Sicherheit bis 17.30 Uhr am Einsatzort zurückblieben. Bereits am Nachmittag legte die TIWAG dann wieder eine provisorische Stromversorgung. Insgesamt waren über 85 Feuerwehrmänner im Einsatz.

Besonderes Detail am Rande: die Besitzerin Josefine Pichler feierte just an diesem Tag ihren 80. Geburtstag, und hätte sich ihren Ehrentag wohl anders vorgestellt.

Am späten Vormittag nahmen die Brandermittler routinemäßig ihre Arbeit auf. Über deren Ermittlungsergebnisse ist offiziell zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses nichts bekannt, obwohl vorige Woche in den Medien bereits berichtet wurde, dass auch Brandstiftung nicht auszuschließen sei. 

 

Dank

An dieser Stelle sei den Feuerwehren Rinn, Hall und Volders für deren professionelle Unterstützung gedankt, ebenso der Rettung Hall sowie den Mitarbeitern der TIWAG, deren rasches Eintreffen am Einsatzort sehr zur Sicherheit der Feuerwehrmänner beigetragen hat.

Ein großer Dank auch an Georg Köchler, der uns großzügigerweise das Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat.

 

Gufl-Brand 1983

Am 17. Juni 1983 hat es ebenfalls auf der Neuen Gufl gebrannt. Um 4.20 Uhr wurde die FF Tulfes damals wegen eines Zimmerbrandes alarmiert. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren Tulfes, Rinn und Hall konnte das aus Holz gebaute Haus größtenteils gerettet werden. Die damalige Wirtin wurde wegen des Verdachtes auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Hall eingeliefert.

Fotos: Georg Köchler


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