2005

31.12.  Pferdebergung

Am Silvestertag brach die 18jährige Haflingerstute „Winny“ im Bereich Weiher in eine aufgelassene zwei Meter tiefe Jauchengrube ein. Nachdem der Unfall bemerkt wurde, begann Hermann Parger das Wasser abzupumpen, weil die Unfallstelle zu ungefähr zwei Dritteln damit gefüllt war.

Die alarmierten Feuerwehren Hall und Tulfes machten sich mit Hilfe eines Krans der Fa. Pletzer an die Bergung. Die Florianijünger pumpten dazu das restliche Wasser aus der Jauchengrube. Der ebenfalls alarmierte Tierarzt Dr. Georg Sternbach stieg hinab, beruhigte das Pferd und brachte die Befestigungsgurte für die Bergung an.

Anschließend wurde Winny mit dem Kran aus ihrer misslichen Lage befreit und sofort danach vom Tierarzt weiterversorgt. Wie lange das arme Tier in der Grube lag, konnte niemand genau sagen. „Auf keinen Fall ist Winny schon in der Nacht in die Grube gefallen“, so der Tierarzt, „denn die eisigen Temperaturen im kalten Wasser hätte das Pferd diese lange Zeitspanne nicht überlebt.“ Kurz nach der Bergung stand dann Winny schon auf wieder auf den eigenen Beinen und konnte sich im Stall von den Schrecken erholen. Der Haflingerstute geht es inzwischen wieder ausgezeichnet, und Viktoria Hoppichler ist überglücklich über den guten Ausgang dieser brenzligen Situation. 

Fotos: FF Tulfes


23.8.  Hochwasser

Gemeinde knapp an Hochwasserschäden vorbei.

Langer Tag für Tulfer Feuerwehr.

 

Tulfes hat Glück gehabt.

 

Der 23. August begann für die Tulfer Feuerwehr sehr früh. Gegen 7 Uhr morgens rückte die erste Einheit aus, um in Volderwald Wasser aus einem Keller zu pumpen. Gleichzeitig wurde das Gebäude mit Sandsäcken geschützt und hangseitig ein Graben zur Umleitung des Wassers gezogen. Im Dorf kam es morgens zu einem Stromausfall, da ein Hangrutsch bei Bramor einen Masten beschädigte. Gegen 7.30 Uhr rückte eine zweite Einheit aus, um in Gschwendt einen Kellerschacht vor eintretendem Wasser zu schützen und danach eine Kontrollfahrt auf den Tulferberg zu machen.

Gegen 10 Uhr meldeten Anrainer beim Scheiber einen Besorgnis erregenden Wasserpegel des Inns. Kommandant Hansjörg Reichler sowie Bürgermeister Josef Gatt gingen daraufhin mit einem Trupp das Innufer ab und beschlossen, an der niedrigsten Stelle unterhalb des Sautrogs einen Schutzwall mit Brettern und Pfählen zu errichten. Gerade rechtzeitig, wie sich herausstellte. „Eine halbe Stunde später, und der Inn wäre an dieser Stelle über das Ufer getreten“, sind sich Reichler und Gatt einig. Und tatsächlich, als der Inn den höchsten Pegelstand erreichte, schwappte das Wasser mehrmals über den kleinen Damm. 

Bei der Autobahnunterführung nördlich vom Scheiber wurde sicherheitshalber ebenfalls ein meterhoher Damm errichtet, um die dahinter liegenden Häuser zu schützen, falls der Inn über die Ufer treten sollte. Hier muss ein großer Dank an Hermann Kössler ausgesprochen werden, der mit seinem Bagger schnell zur Stelle war.

Gegen 17 Uhr konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Der Pegelstand des Inns verringerte sich merklich, es war keine Gefährdung mehr erkennbar. Die erschöpften Männer rückten ins Gerätehaus ein.

Toni Scheiber und seine Familie luden die Einsatzkräfte sowie die anderen Helfer am darauffolgenden Montag zu einer Jause ins Cavallo ein. Für die großartige Bewirtung an diesem Abend ein ganz besonderer Dank. Auch an Franz Aschbacher sei ein großes Dankeschön für die problemlose Zusammenarbeit ausgesprochen. Er hatte Maschinen und Holz sofort zur Verfügung gestellt, und nur dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden. Auch ein Dank an alle Feuerwehrmänner. 

Bild 1: Beim Aufschütten des Damms (Foto: Jürgen Scheiber)

Bild 2: Der Lavierenbach im Bereich der Autobahn am nächsten Tag. Der Pfeil zeigt den Wasserstand vom Vortag an.

Bild 3: Die Autobahndurchfahrt nach dem Scheiber wurde sicherheitshalber ebenfalls mit einem Schutzdamm versehen.


26.8.  Hilfseinsatz Paznaun

Eigentlich wären die zehn besten Feuerwehren Tirols – darunter auch die FF Tulfes – am 27. August zu einem Bewerb in Ranggen geladen gewesen. Spontan entschlossen sich jedoch 9 Florianijünger, an diesem Wochenende im schwer getroffenen Paznaun bei Aufräumarbeiten zu helfen.

Um 6.30 Uhr machten sich Hansjörg Reichler, Martin Arnold, Manfred Mähr, Wolfgang Schnabel, Simon Gatt, Anton Tschugg, Georg Spildenner, Florian und Jürgen Wildauer auf den Weg nach Landeck, von wo aus sie nach Ischgl geflogen wurden. Dort angekommen, zog Kommandant Reichler mit den kurzen Worten „Griaß enk, mir sein do zum helfen, wo braucht’s Leut?“ mit seiner Mannschaft in die zugeteilte Siedlung ein. Dort galt es, Rigipswände einzureißen und abzutransportieren, Schremm-Arbeiten durchzuführen, Keller auszupumpen und Schlamm zu beseitigen. Diese anstrengenden Arbeiten verlangten den Tulfer Helfern einiges ab. Nach der Übernachtung vor Ort wurden am Sonntag die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Hundemüde, aber mit dem guten Gefühl, wenigsten ein bisschen geholfen zu haben, traten die Tulfer Feuerwehrmänner am Sonntag gegen 18 Uhr ihre Heimreise an.

 

Nach einem Bericht von Jürgen Wildauer 

Ein kurzes Gespräch mit dem Verteidigungsminister Günther Platter

Foto: Wolfgang Schnabel


12.5.  Böschungsbrände Ellbögen

Nachbarschaftshilfe der Tulfer Feuerwehr

 

Böschnungsbrände in Ellbögen

 

Am 2. Mai entstanden auf einer Strecke von über 12 Kilometern viele Böschungsbrände entlang den Geleisen der Brennerstrecke im Wipptal.

Um 16.30 Uhr wurde auch die Tulfer Feuerwehr alarmiert und rückte mit den drei Fahrzeugen sowie 21 Mann Besatzung zur Hilfestellung aus.

Der für Tulfes zu bekämpfende Brandabschnitt lag nördlich von Ellbögen unterhalb des Gasthofs Neuwirt und umfasste eine Breite von ca. 200 Metern.

Von der Römerstraße aus musste über steiles Gelände eine über 1,5 Kilometer lange Löschleitung talwärts gelegt werden. Nachdem mehrere Kleinbrände unter Kontrolle gebracht wurden, rückte die Löschmannschaft im unwegsamen und gefährlichen Gelände bis an die Gleiskörper heran. Immer wieder wurden kleinere Brandherde ausgemacht, die es trotz manchmaligen Wassermangels zu bekämpfen galt.

Die Löscharbeiten, an denen sich fast sämtliche Feuerwehren des Wipptales, Mannschaften aus dem Stubaital sowie alle Feuerwehren des südöstlichen Mittelgebirge inklusive der Berufsfeuerwehr Innsbruck beteiligten, standen unter der Einsatzleitung der FF Ellbögen. Ebenso wurden zeitweilig bis zu vier Hubschrauber zur Brandbekämpfung eingesetzt. Um ca. 21.30 Uhr konnte im Brandabschnitt der Tulfer Feuerwehr „Brand aus“ gegeben werden und nach dem kräfteraubenden Abbau der Gerätschaften rückten die Florianijünger der FF Tulfes um 23 Uhr ins Gerätehaus ein.


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